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Indie
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Nicht ewig klagt das Blech Der amerikanische Trompeter Zach Condon tritt hier unter zwei Identitäten auf. In Teil I mit seiner, aus dem Erfolgsalbum "Gulag Orkestar" bekannten Band Beirut und im zweiten Teil als Elektropopper "Realpeople", der aber natürlich wesentlich weniger „real“ klingt als die schwermütige 11-köpfige mexikanische Begräbniskapelle, mit der der erste Teil dieser Doppel-EP eingespielt wurde. Hat beides auf den ersten Blick wenig miteinander zu tum wenn man von Condons Stimme absieht, die beiden Teilen ihren jeweils eigenen Reiz gibt. |
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Ach war das für eine Freude! Damals. 2005......als dieser anarchistische Wuschelkopf mit seinem Album Gremstones aus dem nichts auftauchte mit seinen literarischen Texten, der wippenden Folkmusik und seinem umwerfenden intellektuellem jüdischem Charme sofort der Liebling aller Feuilletons wurden, was bedeutete, dass seine Texte sogar in der Harald-Schmidt-Show verlesen wurde und das war (damals) schon was! Sein neustes Album kann man endlich entspannt genießen, es bietet vieles von dem, was man auch schon auf Gremstones hören konnte. Seinem programmatischen Titel entsprechen gibt es nostalgisches vom Feinsten garniert mit diskret gestreuten dekadenten Ausfällen. Songwrting immer noch auf höchstem Niveau angesiedelt zwischen Anti-Folk und Anti-Oldies-Pop, das großen Spaß macht. |
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Schwarzherzige Lieder Die Neo-Folk-Szene ist wahrlich voll von wunderlichen Gestalten. Scout Niblett kann mit Recht von sich behaupten zur Spitzengruppe der verschrobenen Singer/Songwriter zu um Bonnie Prince Billy alias Will Oldham, der hier als Duettpartner auch sängerisch in Erscheinung tritt, zu gehören. Und so wechseln sich verhaltene, stille Songs voller Poesie und Zerbrechlichkeit mit Ausbrüchen ab, die einen zum Lautstärkeregler hechten lassen („Let Thine Heart Be Warmed“, "Nevada"). Pubertäre Schmerzensschreie wie diese sind wahrscheinlich nur von heranwachsenden Künstlern zu ertragen. Berückende, zu Herzen gehende Lieder von Liebe, Tod und Vergänglichkeit. |
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Großes Theater aus einem Göteborger Hinterhofstudio Das Gegenteil von Halleluja hört sich eigentlich anders an. In der Weihnachtszeit sind diese nostalgischen Klänge aus dem Norden sehr willkommen. Schmalzig ohne kitschig zu sein sind diese Songs wie der Blick aus einem verschneitem Fenster. Vielleicht fallen einem auch solche Klänge ein wenn einen die Friseurin zärtlich den Kopf massiert. Oder man denkt sich eine Postkarte an die Freundin Nina im fernen Berlin aus, die man nicht abschickt. Jens Lekman hat keine Scheu vor dem großem TammTamm mit dem die großen Gefühle untermalt gehören , für die man sich bisweilen einige Stunden später schämt, auch wenn die gute alte Schallplatte manchmal etwas eiert. Wer keine Angst vor solchen Augenblicken hat sollte hier zugreifen. |
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Unheimlich und rasiermesserscharf: drittes Album des Folk-Duos aus San Francisco Die Two Gallants erweitern auf ihrem selbst betitelten, dritten Album das Fundament, das sie auf den beiden vorangegangenen Alben „The Throes“ (2004) und „What The Toll Tells“ (2006) gelegt hatten. Adams raue Melodien und seine rasiermesserscharfe Stimme erwecken eine unheimlich Lyrik zum Leben, während Tysons Schlagzeugstil für die rhythmische Synergie sorgt. Ein großer Schritt für eine kleine Band. Indigo |
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Das Neo-Folk- & New Weird-Aushängeschild setzt neue Maßstäbe und sprengt Genre-Grenzen Mit seinem neuen Album, aufgenommen in einem Studio hoch über dem Canyon im kalifornischen Topanga, festigt Devendra Banhart seinen Ruf als einer der faszinierendsten und stilprägendsten Künstler seiner Generation. Statt sich Genre-Grenzen zu unterwerfen oder sich zu wiederholen, wagt er sich an neue Sound-Kombinationen, Ideen und atmosphärische Wendungen. Devendra dehnt die stilistische Bandbreite fast ins Unendliche, indem er sanfte balladeske Klänge, epischen Rock, lateinamerikanische Einflüsse, Reggae-Tunes und natürlich allerlei fein dosierte Überraschungsmomente auf einem Album vereint. Klang "Cripple Crow" noch so, als habe er seine Ideen mit einer zufällig vorbeiziehenden Gruppe von Gypsy-Musikern ausgetauscht und aus den Resultaten ein Album gestrickt, wirkt "Smokey" nun wie das tighte und sorgfältig fokussierte Werk einer Band, die nach ausgiebigen Live-Erfahrungen leichthändig und voneinander höchst inspiriert zusammenspielt. |
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Ein modernes Rock’n Roll Meisterwerk! Es ist vollbracht: das 6te Album der White Stripes wird am 15.Juni in den deutschen Läden stehen und die Herzen der Fans erfreuen können. Es ist ein satt produziertes, laut tönendes, modernes Album geworden, das aber bei jeder Gelegenheit seine Wurzeln im amerikanischen Folk offenlegt. Schon bei den markanten ersten Riffs des Openers wird dem Hörer klar, dass es jetzt auf eine ebenso White-Stripes-typische wie extravagante Reise geht. Damit steht schon der Titeltrack in direkter Tradition von Hits wie „Seven Nation Army“ und wird, wie dieser auch, länger als einen Sommer lang für Furore sorgen. Beggars Group Deutschland |
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Jedes Stück hat ein Ziel: die körperlose Stimme eines Ex-Liebhabers („Voice On Tape“), die Whiskeyflaschen, die geleert wurden, um Wunden zu heilen („Drinking Song“), einen bestimmten beschimpfenswerten Herzensbrecher („Fuck Was I“) oder die sich auflösende, moderne Struktur von Familie und Zuhause („Bricks“). Mit bedächtigen Texten und einer lässigen Handbewegung, verwandelt Jenny Poesie und Pein in bescheidene Pop Hymnen. Mit einer Mischung aus Sheryl Crow (Folkiger) und Norah Jones (nur mit Gitarre und Popiger) geht Jenny Owen Youngs auf ihrem Debut mit schroffem Gesang daran, auch Fans in Europa von ihrer Ausstrahlung zu überzeugen. Soulfoot |
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Frühstück im Pyjama Nach dem furiosen Start 2004 mit ihrem Album "Let It Die" hat Leslie Feist nun in Paris mit einige Weggefährten, wie Gonzales den es wie Feist aus der jüngeren Kanadische Indieszene nach Europa verschlagen hat, nun ihr zweites Album aufgenommen, das den damals begonnen Weg fortgesetzt ohne sich zu wiederholen. Wieder überwiegen folkige Töne untermalt von Vogelgesängen und Straßegeräuschen, was den Aufnahmen einen intimen Charakter verleiht und die Legende untermalt, die Demobänder, die zum Teil für die Albumtracks verwendet wurden, seien im Pyjama aufgenommen worden. Aber es geht auch ordentlich die Post ab wie bei „Sea lion woman“, ja sie wagt sich bravourös mit „The limit to your love“ sogar in Soul-Gefilde. Diese Platte ist stilistisch vielfältiger als ihre Vorgängerin und macht deshalb noch mehr Spaß als ihre Vorgängerin. Auch ist Feist sicherer bei der Wahl ihrer musikalischen Ausdrucksmittel geworden Und aus Kanada kommen ja sowieso tolle Musiker! |
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Neues Album der beiden schrägen Schwestern die ihre Jugend in den USA getrennt voneinander verbrachten und seit ihrem Wiedersehen in Paris auf so ziemlich allem musizieren was sie in die Hände bekommen. Unterstützt wurden sie dabei am Anfang von Antony und Devendra Banheart, zwei der Hauptvertreter der sehr umtriebigen New-Folk-Bewegung. Neben dem nach wie vor gewöhnungsbedürftigen Gesangsstimmen ist der Sound jetzt etwas grooviger und auch melodischer gewotrden. Auch muss man gelegentlich an Joanna Newsom denken. Aufgenommen wurde diese mittlerweile dritte Album in Island beim Björk-Produzenten Valgeir Sigurdsson, was durchaus zu hören ist.
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Die Norwegerin Hanne Hukkelberg hatte 2 Jahre damit verbracht, mit dem Fahrrad durch Oslo zu fahren, um Geräusche und Eindrücke zu sammeln. Dann brachte sie ihre gesammelten Fundstücke in das Propeller Studio, wo sie von Produzent Kåre Vestrheim und ihr selbst zusammengesetzt wurden. Zusätzlich improvisierten sie auf Banjos, Geigen, Akkordeons, Weingläsern und Geschirrspülbürsten und freuten sich über Beiträge von befreundeten Musikern aus Bands wie Jaga Jazzist, Madrugada, Shining, Kiruna und Exploding Plastix, die während der Produktion vorbeischauten. „Little Things“, Hanne Hukkelbergs Debütalbum wurde im Sommer 2005 weltweit veröffentlicht. Ein einzigartiger Sound hatte sich rund um Hukkelberg’s sanfte, beruhigende Stimme entwickelt. Nicht Jazz, nicht Pop, nicht Electronica - aber eine zeitlose Mischung aus all dem. Jetzt hat sie ihr zweites Album wieder in den Propeller Studios in Oslo fertiggestellt. „Rykestrasse 68“ trägt diesen Namen in Erinnerung an das halbe Jahr, in dem Hanne Hukkelberg in Berlin gelebt hat. Es klingt orchestraler und noch filmischer als sein Vorgänger und enthüllt neue Seiten ihrer bewundernswerten Stimme. Die neun Lieder (die Europäische Version enthält 2 Bonusstücke!) auf „Rykestrasse 68“, Hukkelbergs neuem Album, stammen bis auf eine Interpretation des Pixies-Klassikers „Break My Body“ aus der Feder der 28jährigen Norwegerin. Pixies Manager Ken Goes meint zu „Break My Body“: „Of the dozens and dozens of Pixies covers over the years, Hanne’s is my favorite.“ |
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11 Instrumente in 13 Songs Bemerkenswertes Debüt der irischen Sängerin, Songschreiberin, und Multinstrumentalistin, das weit über das hinausgeht, was man im Allgemeinen unter irischer Folkmusik versteht. Auf dem spärlich instrumentiertem Album spielt Julie Feeney alle Instrumente (insgesamt 11) selbst und ist auch noch ihr eigener Backgroundchor. Der Name des Albums ist durchaus treffend, denn jeder dieser Songs hat sein eigenes Gewicht. Verspielt, manchmal etwas theatralisch ein wenig an Joanna Newsom erinnernd, zuweilen auch meditaiv strahlen die 13 Lieder eine große Ruhe und innere Konzentration aus, die sich auf den Hörer überträgt. Zur Zeit arbeitet die 29jährigen an einer Fassung der 13 Songs für das Ulster Orchestra, welche im Mai in der Waterfront Hallin Belfast augeführt und auf einem Lifealbum erscheinen soll. |
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Licht aus, Mond an! Es ist gut, dass heutzutage wieder leisere Stimmen Gehör finden. Wir hören ein leichtes, unangestrengtes Musizieren mit den Instrumenten, die früher auf dem Tanzboden unter dem Sommermond erklangen. So stellt sich das mitschunkeln bei vielen dieser leisen Lieder fast von selbst ein. Ein wenig inszeniert klingt es dann schon manchmal. Ähnlich wie die morbiden Bilder eines Jim Jarmush Films schon etwas von der Kulthaftigkeit mitbringen, mit der sie rezipiert werden sollen, werden hier Stimmungen erzeugt, die am besten in den Sommermorgen nach einer durchfeierten Nacht passen. Wach wird keiner von diesen berückenden Liedern, eher schmiegen sie sich in die Träume mit einem kleinen, etwas blöden Lächeln auf den Lippen. |
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Im deutlichen Kontrast zu ihrem brillianten, eher etwas dunklen zweiten Album absorbiert Jhelisa auf „A Primitive Guide To 'Being There' “ den lebhaften, multiethnischen Reichtum der Musikkultur in New Orleans. Das subtropische Klima des Mississippi Deltas fügt noch ein ganz spezielles „swampy Feeling“ hinzu und verzögert die Beats manchmal bis aufs Äußerste, aber verpasst sie nie, ein Stil, den Billy Holiday mit Perfektion kultiviert hat. Der New Orleans Flavour verstärkt Jhelisas unverwechselbaren Stil und ihre atemberaubenden Vocal-Arrangements. Ihr einzigartiges „harmonisches Design“ und ihre kompromisslosen Texte sind ein weiterer Ausdruck ihrer kreativen Freiheit. Dass sie in ihren Texten offen so schwierige Themen wie den Missbrauch von Prozac in den USA anspricht, rückt sie in die Nähe von Conscious-Musikern wie Common oder Talib Kweli. Und die Lyrics ihrer Liebeslieder stehen qualitativ weit über dem üblichen r&b-Mainstream. |
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Wie ein Engel mit seiner Harfe vom Himmel gefallen So kindlich-jenseitig klangen diese Gesänge auf dem 2004er Album The Milk-Eyed Mender mit der Kinderstimme zur Harfe gehaucht, getrillert und gejammert, dass es einem das Herz öffnete. Schnell wurde sie, gemeinsam mit Devendra Banhart, CocoRosie, Antony & The Jonsons.zu einem der wichtigsten Vertreter der New Folk-Bewegung hinter der ja irgendwie immer Will Oldham steckt. Diesmal also mit Streichern und Harfe aber nicht minder berührend zwischen Sesamstraße und Avantgarde pendelnd. Songs die schon mal 17 Minuten dauern können und trotzdem nicht langweilig werden. Dafür sinds auch nur fünf. Diese Stimme kann man lieben oder sie nervt einen, gleichgültig geht irgendwie nicht. |
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Jedes Album der Sängerin, Songschreiberin und Gitarristin Ani DiFranco überrascht aufs Neue – so auch diesmal: „Reprieve“ heißt die Sammlung zwölf eindrucksvoller Songs, die alle von Ani DiFranco und dem Bassisten Todd Sickafoose eingespielt wurden. Beide sind die einzigen Akteure – etwas, das man aufgrund des reichen und vielfältigen Klangs des Albums nicht vermutet. Zusätzlich zur Gitarre spielt Ani u. a. auch Keyboards und Drums, während Todd neben Bass auch Wurlitzer, Harmonium, Piano und Streicher beisteuert. Aufgenommen wurde „Reprieve“ Anfang 2005 in New Orleans, die Masterbänder rettete Ani später noch eigenhändig aus der untergegangenen Stadt. Das Ergebnis beweist einmal mehr ihr großes Talent als Produzentin. Ohne den Druck des Tourens nahm sie sich die nötige Zeit, und das Ergebnis ist ein komplexer Klang, der so klar und treffend ist, wie es ihre Texte schon immer waren. Das Politische und das Persönliche sind auf „Reprieve“ untrennbar miteinander verbunden. Ani singt, was sie denkt, und macht Musik, als ob ihr und unser Leben davon abhängen. Indigo |
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David Eugene Edwards hat mit seinem Soloprojekt Woven Hand längst die Lücke geschlossen, die die Auflösung von 16 Horsepower in der Welt des Alternative Country gerissen hat. Das fünfte Werk „Mosaic“ ist eine unterschwellig drohende musikalische Apokalypse, angetrieben von Edwards’ einzigartiger, fiebriger Stimme. Es geht um Verderbtheit, Vergebung und die Versuchungen des Bösen, es wird gepredigt und gedrängt, gerungen und gepriesen. Im weltlichen Idiom des Rock ’n’ Roll beschwört uns Edwards, ihm zuzuhören bei seinem spirituellen Kampf. Das Gros der Songs ist opulent instrumentiert, neben Gitarren, Bässen, Schlagwerk und Gesang kommt auch das stets Unheil verkündende Banjo zum Einsatz sowie Chöre, Klavier, Orgel, Streicher usw. Die Songs muten in all ihrer fast schon mittelalterlichen Verspieltheit dennoch archaisch an. Hier ist der liebe Gott kein guter Mann, sondern ein zürnender Richter. Und David Eugene Edwards auf dem sicheren Weg vom Mensch zum Mythos. Indigo |
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Langsam, fast tastend kommen die Worte dieses Albums, wie immer bei Kurt Wagner, dem Mittelpunkt und Kopf dieses Zirkus, der 1986 von Nashville aus, in ständig wechselnden Formationen, seinen Tanz ins Universum antrat und doch immer vor allem Kurt Wagner ist. Gute-Laune-Alben sind Lambchop-Platten selten, eher spenden sie Trost, umarmen und wärmen einen. Sie können einen in ihrer Zerbrechlichkeit auch zu Tränen rühren, wie es sonst nur die späten Aufnahmen einesTownes Van Zandt oder Johnny Cash vermögen. Nach dem Anfang des Jahres eine wenig überzeugende „Durchhalte-Produktion“ erschien, die vor allem Aufnahmen enthält, die in den letzten Jahren im Studio liegengeblieben sind, gibt’s hier endlich wieder eine geschlossene Produktion. Ein Meisterwerk, das der Jahrhundertplatte „Is A Woman“ sehr nah kommt und einem Lust auf den Herbst macht. -hg |
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Das britische Duo überrracht so kurz nach seinem viel beachteten Debüt im letzten Jahr mi dieser herausragenden Produktion. Bester Folkpop in guter englischer Tradition unterlegt mit psychedelischen Soundbastelein. Kann man immer wieder hören und macht gute Laune |
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Bossa Nova im Herbst Um es vorwegzunehmen: Das zweite Album der Brasilianerin Cibelle Cavalli ist ein Meisterwerk. Auf „The Shine Of Dried Electric Leaves“ verbinden sich Akustisches und Elektronisches, Englisches und Brasilianisches, Noise-Gitarren und Kinderspielzeug, farbenprächtige Soundlandschaften und reine Melodien mit Cibelles glockenheller und ausdrucksstarker Stimme. Eine ungeheuer eigenständige, abwechslungsreiche und überaus poetische Mischung aus Bossa Nova, Pop und Elektronik... |
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Ist es eine klassische Liebesgeschichte, wenn sich zwei Individuen namens MI und L'AU in Brooklyn verlieben, nach Finnland in eine abgelegene Hütte ziehen und nur noch zusammen Musik machen? Die resultierende Musik auf ihrem selbstbetitelten Album ist herb und gleichzeitig warm und repräsentiert die Leidenschaft, die sie als Menschen und Songwriter teilen. Beide sind reine und sanfte Seelen, tatsächlich wurde DEVENDRA BANHARTS Song ,Gentle Soul" für L'AU geschrieben, als die beiden in Paris kollaborierten. Die Songgerüste wurden im finnischen Hinterland geschrieben und mit M. Gira und den Gästen AKRON/FAMILY, Julia Kent (ANTONY AND THE JOHNSONS), Paul Cantelon und Jerome O'Brian aufgenommen. Cargo Records |
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Satte Frühstücksklänge Freunde von Ben Harper, Jose Gonzalez, Tommy Guerrero oder Jack Johnson kommen auf dem neuen Album der britischen Band Fink (UK) voll auf ihre Kosten. Folk, Blues, Soul und Dub gepaart mit Finks Verständnis für wunderschönes Songwriting geben dem Album das gewisse Etwas. Wer auf akustischen relaxten Gitarrensound im Stile von oben genannten steht, sollte dieses Album nicht verpassen. Hat das Zeug zur Sommerplatte des noch frischen Jahres! Inklusive der begnadeten Alison Moyet Coverversion von "All Cried Out". © rough trade |
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Warten auf das nächste Album Nachdem das mit großer Spannung erwartete Doppelalbum Aw C'mon / No You C'mon ja für viele Lambchop-Freunde eine Enttäuschung war, die nach dem Jahrhundertalbum Is A Woman ja fast zwangsläufig kommen musste, gibt's jetzt für die knallharten Fans diese Raritätensammlung, die viel Outtakes und B-Seiten aus den Jahren 1993-99 enthält und einen amüsanten Einblick gibt in die Werkstatt von Kurt Wagner und seinem Anhang. neben einigen entspannten Songs gibts auch Soundspielerein und experimentelles zu hören das nicht so richtig zu einer "durchhörbaren" Einheit verschmelzen will. |
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Mit Garden Ruin ist Calexico die bisher mutigste und aufregendste Weiterentwicklungen ihrer langen Karriere gelungen. Die Detailverliebtheit dieser Platte ist einfach nur erstaunlich. Und ebenso imposant wie der riesige Melodienreichtum ist die Konsequenz, mit der Joey Burns, John Convertino, Volker Zander, Martin Werk, Paul Niehaus und Jacob Valenzuela ihren weg beschreiten. www.casadecalexico.com |
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Natürlich schafft es das sympathische Klangkollektiv aus Glasgow auch auf ihrem mittlerweile 7. Studioalbum 13 wunderbare Songperlen zwischen Folk- und Popmusik zu zaubern. |
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Wuschelkopf mit Streichern Karl Krauss zufolge entsteht oft der Eindruck von Tiefe, wenn der Flachkopf zugleich ein Wirrkopf ist. Wie's mit Wuschelköpfen ist, hat er uns leider nicht überliefert. Ganz so hart sollte man aber nicht zu Adam Green sein, denn seine Poesie kratzt in keinem Hals und an keiner Fassade vielleicht manchmal etwas an den Nerven, aber gesungen klingt sie wunderbar. Adam Green legt sein mittlerweile viertes Soloalbum vor und es gelingt ihm, mit den 15 neuen Songs die beiden Vorgängeralben ‚Friends Of Mine’ und ‚Gemstones’ geschickt zu verbinden und noch weit darüber hinauszugehen. |
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Folk ist Musik von Menschen für Menschen – im Ursprung und besten Sinne des Wortes Pop-Musik. Während traditioneller Folk authentische Bilder unserer Vergangenheit konserviert, skizziert "Future Folk" ein freundliches Utopia im Hier & Jetzt. Die Compilation erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, will mit ihren 14 Tracks nicht alles, kann aber dafür umso mehr, unter anderem in kalten Zeiten dem Morgen ein warmes Willkommen heissen. Ohne Rücksicht auf stilistische und labelpolitischen Grenze international besetzt, findet sich auf "Future Folk" eine Ansammlung von übernatürlichen Talenten, das Gegenteil von einem Checker-Guide To Folktronica & Weird-Folk |
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Die schrägen Schwestern Sie ist schon oft erzählt worden, die Geschichte der beiden amerikanischen Schwestern Bianca und Sierra Casady, die getrennt aufwachsen und sich mit Anfang 20 in Paris wiedertreffen und sofort im Badezimmer eine der eigenwilligsten Platten des Jahres 2004 produzieren. Damit passen sie wunderbar in die sich soeben etablierende New-Folk Szene deren maßgebliche Vertreter Devendra Banhart und Antony auf dieser zweiten Scheibe auch zu hören sind. Die engelartige Joanna Newsam war auf ihrem ersten Album mit von der Partie. Es sind wieder schräge Gesänge zu hören, begleitet von nicht ganz so absonderlichen Instrumenten wie auf ihrem Debüt „La maison de mon Rêve“ Schöne Melodien, abgehoben, sphärisch und manchmal etwas infantil aber immer hörenswert. |
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Milchäugige Gesänge Zufällig reingehört, vermutet man eine Scheibe für Kinder und so ganz falsch ist der Eindruck von Kindlichkeit und Unschuld nicht, der durch die Hexenhaushaftikeit des Covers und Titelnamen wie ".Clam, crab, cockle, cowrie" noch unterstrichen wird. Es gibt im Umkreis des Produzenten Will Oldham, der als Bonnie 'Prince' Billy ja selbst zu den Hauptakteuren der Newfolk-Bewegung gehört, einige interessante Neuentdeckungen, von denen Joanna Newsom sicher zu den eigenwilligsten gehört. Manchem oder noch mehr mancher wird diese scheinbar zur Schau gestellte Infantilität auf die Nerven gehen und eine gewisse "Milchäugikeit" ist diesen Gesängen auch nicht abzusprechen. Mich umweht wenn ich diese Lieder höre die, nur von der Harfe begleitet doch über ein beachtliches Ohrwurmpotential verfügen, jedenfalls die friedliche Stimmung einer Sommerwiese mit keinen, weissen Wölkchen. Gleich wird ein Schäfchen um die Ecke schauen.... -hg |
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Sgt. Benhart Eine kleine Gruppe von Newcomern hat sich vorgenommen, die Folkmusik aus ihrem engen Korsett von Lagerfeuer-Romantik und Friedensfestivals zu holen, obwohl das, was dabei entsteht, von all dem auch etwas hat. Vielleicht auch eine Folge der Globalisierung ist, dass es kaum noch Abgrenzungen zu lokalen und stilistischen Zusammenhängen gibt. Devendra Banhard, dessen Namen schon etwas hippiehaftes assoziiert, ist ein Archetypus dieser Bewegung: Mit kulturellen Wurzeln in Venezuela, Frankreich und Mexiko, bringt er all dies zu einer Mischung, der man sich schwer entziehen kann. Denkt man bei Opener noch an Nick Drake, wird gleich darauf spanisch in schönster Anden-Folk-Manier gesungen, was in einer köstlichen, ironischen Referenz auf die Beatles gipfelt, die sich im Album Cover schon andeutet. Ein schönes Album, das einen in eine lockere sommerliche Stimmung versetzt, vielleicht ein Bisschen träge macht, aber auch das kann mal ganz angenehm sein. |
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Die Macht der Katze Anders als der Titel assoziiert, handelt es sich bei diesem Album um kein "Best Of" sondern es soll den mitwirkenden Musikern gehuldigt werden, die schon mit Al Green zusammengearbeitet haben. Was dabei herauskommt kann als großer Wurf und eine echte Weiterentwicklung betrachtet werden. Diese Hinwendung zur Soulmusik wird auf organische Weise in ihren bisherigen eher folkartigen Stil integriert, so dass sich neue Räume und Welten offnen. |
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Andrew Bird hat 2005 neben dem schönsten CD-Cover und der hübschesten Webseite auch das beste Folkpop-Newcomer Album 2005 abgeliefert. |
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Wenn man älter wird geht einem das pubertär-depressive Rummgejammere einiger Lieblingsbands aus der Teenagerzeit doch ganz schön auf den Wecker. Depeche Mode ist sozusagen der Inbegriff solcher Art Weltuntergangspops. |
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Berückende Songs von einem 21jährigen, der seine Songs selbst einspielt und produziert und das in einer Qualität, die erschaudern lässt. |
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Theater und Songwrighting auf höchstem Level in lockerer Form unter die Leute gebracht, dass es einem das Herz erwärmt. Mehr davon! |
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"Nach einigen mediokren Alben hat Paul Weller eine wunderbare Platte vorgelegt, auf der Musikalität Sensibilität und Unbeugsamkeit unwiederstehlich kombiniert sind." (Rolling Stone, Platz 3 bei den 25 Besten Aben 2005) |
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"Zum sterben schöne Songs" (Das beste Album im Rolling Stone Jahresrückblick 2005) |
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(nicht zu) spätes Erwachen Es braucht manchmal schon etwas länger, bis ein Signal ankommt. Wenn man Glück hat, dann erlebt man es sogar noch zu seinen Lebzeiten. So mag es wohl auch Vashti Bunyan mit ihrer Platte »Just Another Diamond Day« gegangen sein, die ca. zwei Jahre zu spät herauskam um noch im Umfeld der Britfolk-Bewegung um Donovan, auf dessen Künstlerkommune sie sich mittlerweile zurückgezogen hatte, wahrgenommen zu werden. So blieb es der Generation der Enkel wie Devendra Banhart oder Joanna Newsom vorbehalten, nach mehr als 30 Jahren ihrer Ikone im derzeitigen Folk-Revival endlich Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, und sie zu diesem Album zu ermuntern, mit dem sie endlich ihren Platz in der Hall of Fame der Folk-Music bekommt. Nick Drake hatte dieses Glück leider nicht. |
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Altmeister David Sylvian mit einer eher poppigen Neuerscheinung mit "traumhaften" Gesagseinlagen.... |
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Cover Art |
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