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Pop/Rock/Soul
Peter Gabriel - Scratch My Back
Wenn Peter Gabriel Randy Newman singt klingt das fast wie Tom Waits
Diese Aufnahmen sind einfach umwerfend obwohl keine davon von Peter Gabriel selbst stammt. Was umso mehr verwundert da bisher eigentlich keine Coverversion anderer Interpreten von Gabriel bekannt sind. Auswahl und Interpretation sind extrem organisch aufeinander abgestimmt. Nix mit E-Gitarre und Schlagzeug! Stimme + Klavier + Orchester, fast schon klassische Musik. Dabei wird auch manche Kante der Originale abgehobelt, wie zum Beispiel bei Lou Reeds etwas chaotischem 'Power of the Heart', das plötzlich im Kleide von ergreifender Schönheit und Tragik daherkommt und Regina Spektors Apres Moi musste ohne die Zeilen von Boris Pasternak auskommen, die aber ohnehin keiner versteht, da ja im Original auf russisch gesungen. Ergreifend auch 'My Body Is A Cage' (Arcade Fire) und 'Street Spirit' (Radiohead) ohne die pubertäre Schwermut der Originale. Bei einigen Stellen fühlt man sich an frühe Genesis-Aufnahmen erinnert. Mit dieser Platte ist Peter Gabriel im Kreise der reifen Song-Interpreten ohne Stimme angekommen (Siehe oben).
 
Scratch My Back


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George Harrison - Let It Roll

Endlich ein Best Of, dass diesen Namen verdient
Dass die Trennung der Beatles auch eine Befreiung gewesen sein muss lässt sich daran ablesen, dass George Harrison schon 1970 mit einem Dreifachalbum (dem ersten der Rockgeschichte) an die Öffentlichkeit trat, dass randvoll mit allerbestem Material war, unter anderem dem Megaseller 'My Sweet Lord'. Da war hinter den Egomanen Lennon und McCartney einiges auf  der Strecke geblieben was nun an Tageslicht drängte. So erschienen in der Post-Beatles Ära, die im Dezember 1980 ihr schreckliches Ende fand, noch einige wunderbare Alben bis es Anfang der 80er Jahre allmählich stiller um Georg Harrison wurde, bis zur Wiederauferstehung in den Reihen der Veteranen-Kapelle Traveling Wilburys.
Was es bisher merkwürdigerweise noch nicht gab, ist ein Best Of Album, dass diesen Namen wirklich verdient. Aber das Warten hierauf hat ein Ende, denn hier ist es! Zusammengestellt von seiner Frau Olivia und nach dem heutigen Stand der Technik remastered von Giles Martin, dem Sohn des Beatles-Entdeckers und genialem Tonmeister George Martin in den Londoner Abbey Road-Studios. Seinen oft unterschätzten Platz innerhalb der Fab Four wird hier mit zwei Ausschnitten aus dem legendären Bangla Desh-Konzert Rechnung getragen ('While My Guitar Gently Weeps', 'Something' und 'Here Comes The Sun'). Ansonsten sind die alten Aufnahmen behutsam entstaubt und transparenter geworden. Bei der Menge des Material ist es natürlich schade, dass es kein Doppelalbum geworden ist, so muss man also doch wieder selber mixen.

 

Let It Roll-the Songs of George Harrison
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Jazzanova - Of All the Things
Jazzanova im analogem Gewand
Die sechs Soundbastler mit dem in doppelter Hinsicht irreführenden Namen haben die Sphäre von Samples und Remixes verlassen und erweitern die Technik diese Zitieren nun auf die Aufnahmestile der Soulmusik der 60er und 70er Jahre. Dabei wird so ziemlich alles aufgefahren, was Aufnahmetechnik und Studiomusiker hergeben, einschließlich des Einsatzes von fulminanten Streicher und Bläsersätzen oder so beeindruckender Soulsänger wie der Soul-Legende Leon Ware (Producer u.a. von Marvin), Paul Randolph und Ben Westbeech. Lediglich die Bässe kommen noch aus dem Rechner. Das Ergebnis kann sich wahrlich hören lassen. Hier wird Motown lebendig ohne nostalgisch zu sein. Wenn die kreative Leistung unserer Zeit denn also hautsächlich im Zitieren besteht, dann am besten so.
 

Of All the Things
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Chumbawamba - The Boy Bands Have Won
Wenn man den Glauben an die heutige britische Popmusik zu verlieren glaubt
sollte man mal wieder eine Platte von Chumbawamba auflegen, den hier findet man eigentlich fast alles, was die Stärken und auch das Liebenswerte englischer Bands von den Kinks bis heute ausmacht. Verwurzelt in der heimischen Musikgeschichte bringen die fünf, die ja auch eine Art Rock-Kabarett sind, diesmal statt der sonstigen ätzenden Punk-Attacken stilechten Satzgesang, begleitet von Banjo, Gitarre und Flöte, wie in den seligen Sixties und denen in regelmäßigen Abständen folgenden Folkrevivals. Es ist so als ob sie uns diesmal über die zornigen Gesichter streichen wollen um uns auf den Weg von Frieden und Verständigung zu führen. Ob die Londoner Attentäter, die aus ihrer Heimatstadt Leeds kommen und denen man empfiehlt, Worte statt Bomben um ihre Körper zu binden, oder die einsamen Menschen, deren Glück darin ihre beschädigten Seelen bei MySpace zur Schau zu stellen („Add Me“). Überhaupt sind es die Worte, die auf diesem berührendem Album als der Schlüssel zu unserm Dasein dargestellt werden. Gleich im ersten Lied heißt es: „Wenn ein alter Mann stirbt geht eine ganze Bibliothek verloren“ („When An Old Man Dies“) Liebenswerter gibt es wohl derzeit kaum...
 
The Boy Bands Have Won
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Sonar Kollektiv Orchester - Guaranteed Niceness
Jazzanova unplugged-garaniert nett
Anlässlich des 10.Geburtstags der bunten Truppe aus dem Hause Jazzanova werden Höhepunkte der Bandgeschichte noch einmal mit „analogem“ Orchester aufgeführt und beweisen in diesem ungewohntem Kontext Ihre Qualität über die übliche Club- und Loungebeschallung hinaus. Besonders zu erwähnen ist natürlich die Jazzanova-Sängerin Clara Hill. Ein Album, das dem Kollektiv sicher viele neue Freund bescheren wird unter den Musikfreunden außerhalb des Jazzanova-Universums.
 
Guaranteed Niceness

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Al Green - Lay It Down
So richtig ohne die Alten geht’s scheinbar doch nicht!
Warum sollte es auch. Solln sich die jungen Hüpfer ruhig an solchen Heroen wie Al Green messen! In diesem Falle waren es der Rapper ?uestlove Thompson von den Roots und der Produzent James Poyser (Erykah Badu, Lauryn Hill), die kaum hörbar den weltlichen Liebeslidern des Predigers der Gospel Tabernacle Church in Memphis ein heutiges Outfit verpassten ohne amheiligen Geist des  klassischen Soul vom wohl seit James Browns Tod wichtigsten Vertreter dieses Genres zu rühren. Ruhige seelenvolle Balladen unterstützt z.B. von Corinne Bailey Rae, Anthony Hamilton und John Legend.
 
Lay It Down
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Scarlett Johansson - Anywhere I Lay My Head
Jetzt singt die auch noch...
Die Liebe älterer Herren zur elvenhaft-anrüchigen Scarlett Johansson scheint auf Gegenseitigkeit zu beruhen. Da die gefragteste unter den jüngeren Hollywood-Diven mit Musik nicht unbedingt Geld verdienen muss, ist hier ein alle Erwartungen unterlaufenden Tom-Waits-Tribute-Album entstanden, dass nicht die beiden naheliegendsten Fehler begeht: Den Meister glattbügeln oder was noch schlimmer wäre imitieren zu wollen. So werden vom Produzenten David Andrew Sitek Klangkaskaden erzeugt, hinter denen die überraschend tiefe Stimme der 23-jährigen mühe hat sich zu behaupten. Dass dies schade ist, lässt sich nicht immer sagen. Prominente Unterstützung kommt von David Bowie als Background-Sänger, der aber keine nennenswerten Akzente setzt. Es ist zu befürchten, dass hier weder Scarlett Johansson-Fans noch die von Tom Waits auf ihre Kosten kommen.
 
Anywhere I Lay My Head
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Steve Winwood - Nine Lives
Ein großartiger Songwriter zieht Bilanz.
Steve Winwood hat bereits als Teenager in den 60er Jahren unter anderem mit der von ihm dominierten Specer Davis Group und seiner eigenen Gruppe Traffik  Rockgeschichte geschrieben. War er doch neben Eric Clapton, mit dem er auch auf dieser Scheibe zusammen zu hören ist, einer der Hauptakteure der „British Invasion of Musik“ die, beflügelt vom Erfolg der Beatles und deren Nachfolgern, die Welt damals mit  einer wahnsinnigen innovativen Kraft überrollte. Auch in den letzten Jahren und Jahrzehnten ist Winwood immer mal wieder mit Soloalben aufgetaucht, die aber kaum auf große Resonaz außerhalb der Fan-Szene stießen. Fünf Jahre nach dem lateinamerikanisch orientiertem Album „About Time“ bringt der mittlerweile sechzigjährige „Mozart des Pop“ eine Produktion auf den Markt, die all seine Musikalischen Phasen umschließt und seine Stärken als Sänger, Keyboarder (mit mordsmäßigem Hammond-Klang) und Gitarrist zur Geltung bringt.
 
Nine Lives
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My Blueberry Nights - OST
Ein aufregener Soundtrack zu einem mittelmäßigen Film
Wong Kar Wai hat den kulturellen Boden auf dem seine früheren atemberaubenden Filme spielten verlassen und sich aus seiner Heimat Honkong ins gelobte Land begeben, wo man Liebengeschichten offenbar anders erzählen muss um ein Publikum zwei Stunden lang zu fesseln. Die Langeweile die aus der Einsamkeit erwächst ist uns hier auch noch langweilig erzählt worden was aber auf keinen Fall auf den hervorragenden Soundtrack zutrifft. Denn hier ist genau die Spannung zu finden, die den Bildern zu oft fehlt. Ray Cooder, Mavis Staples, Otis Redding, Cat Power und natürlich auch die blaubeeräugige Hauptdarstellerin, alles da, alles wunderbar. Funktioniert auch, wenn man den Film nicht gesehen hat.
 
My Blueberry Nights
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Joe Jackson - Rain
Joe Jackson ist zurück!
Das schlicht 'Rain' betitelte Werk folgt dem brillanten und von der Kritik gefeierten Album 'Volume 4', das 2003 ebenfalls bei Rykodisc veröffentlicht wurde. Während 'Volume 4' und die daran anschließende siebenmonatige Tour wieder die vierköpfige Urbesetzung der Joe Jackson Band zeigte, wurde 'Rain' mit nur drei von vier Bandmitgliedern aufgenommen: Jackson (vocals and keyboards), Graham Maby (bass/vocals) und Dave Houghton (drums/vocals). Die Aufnahmen entstanden im Planet Roc Studio in Jacksons neuer Heimat: Berlin. Rain' ist die Genre übergreifende Antwort eines Künstlers, der stets die Grenzen seiner Begabung austestet und somit typisch für den Eklektizismus in Jacksons Karriere, die schon drei Jahrzehnte andauert. Wie der Albumtitel schon andeutet, ist die Platte an vielen Stellen eher melancholisch, aber sie platzt auch vor Humor, ist voller Swing und Raffinesse, boshafter Gesellschaftskritik und echten Rocknummern.
rough trade 
 
Rain
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Kate Nash - Made of Bricks
Erstes Album der Londoner Newcomerin aus der Second-Life-Generation,
das so ziemlich alles hat was man braucht um einen Montag Morgen gut über die Runden zu bringen. Eine Mischung aus Gute-Laune-Elektropop mit sparsamer aber punktgenauer Instrumentierung abgelöst von folkigem Sprechgesang in charmantem Londoner Vorstadt-Slang. Dieses Album ist trotz der eingängigen Melodien weit davon entfernt, eine Mainstream-Produktion zu sein. Kann man eigentlich immer hören.
 
Made of Bricks
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Alicia Keys - As I Am

Willkommen im Mainstream
Wiedereinmal ein grandioser Einstieg, der uns daran erinnert dass Alicia Keys ja mal das Wunderkind am Flügel war. Leider kann dass Niveau der ersten beiden Alben diesmal nicht ganz gehalten werden. Schöne Songs, in üblicher R&B-Manier runtergeschrubbt, da bleibt meistens leider die Gänsehaut aus, die auf Ihrem phantastischen Life-Album noch Dauerzustand war. Na klar, eine Superwoman in Alica Keyes allemal aber die Latte liegt nun mal verdammt hoch.

As I am
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Matt Nathanson - Some Mad Hope

Griffiger Singer/Songwriter-Rock mit lyrischen Einlagen der etwas an John Mayer erinnert und gute Laune macht. Manchmal erscheinen die Arrangements etwas von der Stange produziert,was aber durch die angenehme Stimme und die abwechslungsreiche Auswahl der Songs wieder wettgemacht wird. Kann man gut beim Autofahren hören.

 

Some Mad Hope
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Bruce Springsteen - Magic
Diesmal lässt es der Boss mal wieder so richtig E-Street-Band-mäßig krachen.
Für alle, die Bruce Springsteen so lieben wie er in den 80ern die Stadien füllte wird diese Scheibe sicher eine Offenbarung sein. Für alle, die den nachdenklichen, zurückhaltenden Bruce von „Devils & Dust“ mögen oder die Ausflüge ins Folk-Fach des Pete Seeger Projekts gefallen haben wird diesem Album mit Ausnahme des Titelsongs nicht viel abzugewinnen sein. Aber so ist es: man kann’s nicht allen recht machen und dass er seine alten Freunde nicht vergessen hat spricht nicht unbedingt gegen den Alten. Drauf hat er’s noch allemal.
 
Magic


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James Blunt - All the Lost Souls
Das verlorene Seelchen
Es ist sicher problematisch auf einen Schlag mit einem Album berühmt zu werden. Anfangs wurde das Debüt-Album „Back To Bedlam“ von 2004, noch eine ganze Weile als ein Geheimtipp im Bereich Singer/Songwriter gehandelt bevor die Story vom Singenden  britischen Leutnant, der mit der Gitarre in den Kosovo-Krieg gezogen ist und mit vielen traurigen und sehnsüchtigen Liedern nachhause kam in die Mädchenzimmer dieser Welt drang. Bei einem zweitem Album kann man eigentlich nur alles anders machen um halbwegs heil dem Erwartungsdruck nach einem solchen Erfolg zu entfliehen. Dass Blunt dies nicht tut und statt dessen einen armseligen Aufguss abliefert ist ein Zeichen dafür, dass entweder die Marketing-Strategen der Plattenfirma das Ruder in die Hand genommen haben oder er einfach nicht mehr zu sagen und zu singen hatte. Wahrscheinlicher ist letztes.

 
All the Lost Souls
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Chaka Khan - Funk This
Mehr als dreißig Jahre bereichert Soulfunk-Ikone Chaka Khan die internationale Musikszene
nun bereits mit ihrer Kunst. In dieser Zeit begeisterte sie nicht nur Millionen Musikfans überall auf der Welt, sondern beeinflusste und inspirierte gleichermaßen ungezählte Künstler zahlreicher Genres - von Pop und R&B über Rock, Soul, Jazz, HipHop bis hin zur klassischen Musik. Mit "Funk This" veröffentlicht die achtfache Grammy-Preisträgerin im September ihr erstes Studioalbum seit fast zehn Jahren. Die dreizehn Stücke des Albums entstanden unter der Regie der Produzenten-Legenden Jimmy Jam & Terry Lewis (Janet Jackson, Gwen Stefani, SOS Band, Usher u.a.), die die Trademark-hafte Stimme der 54-Jährigen kompetent mit Funksoul-Arrangements ausstatteten, die Chaka Khan zu den musikalischen Wurzeln ihrer Anfangszeit als Frontfrau der Band Rufus zurückführen. Das Song-Repertoire auf "Funk This" erstreckt sich von neuen Kompositionen über Duette mit internationalen Superstars bis hin zu Neuinterpretationen zeitgenössischer Klassiker. U.a. mit Prince's "Sign O' The Times", Joni Mitchell's "Ladies Man", Jimi Hendrix' "Castles Made Of Sand" sowie Duetten u.a. mit Michael McDonald und Mary J. Blige.
SONY BMG 
 
Funk This

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Annie Lennox - Songs of Mass Destruction/Stan
Rufe aus der dunklen Straße
Der etwas apokalyptische geratene Titel führt uns gleich mit dem ersten Titel auf einen dunklen Weg ohne uns jedoch dort zurückzulassen. Ja sie gestattet uns an Ende sogar einen Ausblick auf einen verträumten Fingernagel-Mond. Recht aufgeräumt kommen die meisten Songs daher, freilich auch mit der Annie Lennox’schen Wehmut und der bei ihren Fans so beliebten Großartigkeits-Attidüde. Manchmal nervt etwas der 80er Syntie-Pop (Coloured Bedspread), aber ansonsten ist sie musikalisch auf der Höhe der Zeit. Alte Fans kommen hier sicher auf ihre Kosten, neue wird sie aber mit dieser Platte kaum dazugewinnen
 
 
Songs of Mass Destruction/Stan
 
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Annett Louisan - Das Optimale Leben
„Meinen Gedanken wachsen Flügel“
Wenn man Annett Louisan in unserer globalisierten Musik-Welt einordnen will, so kommt sie sicherlich dem französischen „Lolita-Pop“ am nächsten. Aber das ist so falsch wie wohl jedes musikalische Schubfach, denn es gibt hier Momente von Ironie, Wehmut und Tiefe, die die niedliche Hülle ständig durchbrechen und uns in unvermutete Tiefen führen. Es ist schon erstaunlich, dass es auch auf diesem mittlerweile 3. Album neue Seiten zu entdecken gibt. Besonders die wehmütigen Töne lassen aufhorchen, die einem gerade im Kontrast zur kindlichen Stimme schon einen Schauer über den Rücken jagen. Die ist angesichts des phänomenalen Erfolgs der 30jährigen Sängerin, die übrigens etwa die Hälfte der Songs selbst geschrieben hat, schon erstaunlich. Ein Album das gut zu den kommenden Herbstabenden passt.
 
Das optimale Leben (Amazon.de Exklusiv-Edition)
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Bee And Flower - Last Sight Of Land
Der Cinemascope-Sound von Bee and Flower verwebt Intimität und Subtilität, Zartheit, Kraft und Befreiung zu einer dynamischen Kombination. Ihr ungewöhnliches Songwriting steckt voller überraschender melodischer Wendungen, und die sorgfältige Instrumentierung kommt voll zur Geltung, wenn sie sich mit Dana Schechters rauchiger, gefühlsgeladener Stimme verbindet. Die Klänge, die vom Zarten und Minimalen bis zu dichten bedrohlichen Crescendi reichen, bleiben im Gedächtnis, noch lange nachdem die Musik verklungen ist...
 
Last Sight of Land
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DEPHAZZ - Days Of Twang
Dicher nicht das beste DEPAZZ-Album aller Zeiten, vieles hat man schon gehört aber es ist wie immer hervorragend produziertund wer bei der nächsten Gartenparty was zum mitgrooven braucht ist hier bestend bedient, zumal die musik auch nicht zu alzu intensiven Zuhören verleitet.
 
Days of Twang
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Rufus Wainwright - Release The Stars
Erschöpft von Amerika
Wenn man im Herbst nach Berlin kommt kann einem die gute Laune schon vergehen und wenn einem neben der spätpubertären Schwermut auch die Sehnsucht nach dem alten Europa in die Knochen fährt („I’m so tired of you, America“) kommt vielleicht so etwas heraus wie dieses großartige Album, das den Meister auf der Höhe seines Songwriter-Talents zeigt. Da wird aus dem Berliner Tiergarten schon mal ein Tear-Garden und auch musikalisch lässt er’s ordentlich krachen. Wenn der etwas tränige (oder auch tranige) Unterton in der Stimme nicht wäre der einen bei jedem Lied noch einen halben Meter tiefer zieht als man ohnehin schon ist und diese Rufus Wainwright’sche Eitelkeit, könnte man fast von einem kleinen Meisterwerk sprechen

 
 
Release the Stars
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Paul McCartney - Memory Almost Full
Auf neuen Flügeln ins Kaffeeland
Da Paul McCartney trotz einiger kommerzieller Niederlagen und der kürzlichen Scheidung zu den reichsten Musikern des Planeten gehört kann man sich fragen, was der Unsinn soll seine neue Platte die ohnehin wie geschnitten Brot weggeht über die Starbcucks-Kette zu vertreiben. Das hat den Geschmack von den Hals nicht voll genug kriegen. Dabei ist die neue Scheibe wirklich gut. Der alte Meister hat wieder viel von der Frische und Spielfreude der frühen Wings wiedergewonnen, so als würde er sich den Frust der letzen Zeit von der Seele rocken. Man spürt, dass hier nicht Rockgeschichte geschrieben werden will und auch in den Höhen klingt’s manchmal etwas dünn. Trotzdem macht’s Spass und alle die den Wings-Paule eh immer besser fanden als den des manchmal etwas angestrengten und anstrengenden Art-Rock der Beatles-Endphase, der peinlichen Beatles-Neuabmischungen der letzen Jahre oder gar den Maestro der unseeligen Oratorien, kommen voll auf ihre Kosten.   
Dafür wird nun aber endlich, endlich der Wings-Katalog und wohl auch in Kürze das Beatles Gesamtwerk auch den ehrlichen Downloadern zur Verfügung zu stellen. Dass dies nur unter der Bedingung geschah, auf jeden DRM-Unsinn zu verzichten ist der positive Nebeneffekt, denn diese Entscheidung hat mit dazu beigetragen dass das Zeitalter digitaler Bevormundung nun endlich seinem Ende entgegen zu gehen scheint.
 
Memory Almost Full
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Beverley Knight - Music City Soul

Die Liebe der Britten zum Soul ist ungebrochen
und so rollt die neue Soulwelle und bringt neben der allgegenwärtigen Soul-Lolita Joss Stone auch solche musikalischen Schwergewichten wie Beverley Knight mit sich, die sich schon mit großem Erfolg im R&B versucht hat und hier nun endgültig zur großen Form aufläuft. Soul-Klassiker  wie „Rock Steady“ und „Time Is On My Side“, denen sie sich gewachsen zeigt mischen sich mit neueren Stücken zu einem Album aus einem Guss, dass gute Laune macht uns einem zum träumen bringt. Man hört deutlich das Vorbild Tina Turner, aus der Zeit in der diese noch Soul singen durfte.

 

Music City Soul
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Incognito - Bees + Things + Flowers
Bees + Things + Flowers“
heisst der jüngste Wurf der legendären Formation Incognito, der nun auch das europäische Festland erreicht. „Es ging darum, ein vorwiegend akustisches Album zu machen“, so Bandleader Jean-Paul „Bluey“ Maunick. „Es erinnert mich vom Stil her an die Bill Withers-Alben in den 70-er Jahren“. Ein noch nie dagewesenes Lineup an brillianten Sängerinnen und Sängern macht „Bees + Things + Flowers“ zu einem der souligsten Incognito-Alben seit der Gründung der Band vor nunmehr 27 Jahren...
© 2007 edel music AG
 
Bees+Things+Flowers
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Wilco - Sky Blue Sky
Ein Album, das vom ersten Ton an gute Laune macht,
die einen bis zum Ende nicht verlässt. Bach den etwas angestrengten letztem Wilco-Album nun wider eins der „leisen Töne“, das wie aus den 70ern herübergeweht klingt. Der perfekte Soundtrack für den kommenden Sommer.
 
Sky Blue Sky
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Mavis Staples - We'll Never Turn Back
Seit fünfzig Jahren gilt die Soul- und Gospel- Legende Mavis Staples als nationaler Schatz ihres Landes. Ihre Arbeit als Sängerin der legendären Staples Singers definierte den Sound eines politisch ausgerichteten Souls und beeinflusste ganze Generationen von Musikern. Als Solokünstlerin unter eigenem Namen zeigte sie die rechtschaffene und gefühlvolle Seite amerikanischer Musik. We’ll Never Turn Back ist das persönlichste und polemischste Album ihrer Karriere, möglicherweise sogar die großartigste Arbeit ihres Lebens. Produziert von Ry Cooder, dem Visionär hinter Projekten wie Buena Vista Social Club, verbindet das Album raue, emotionale und zeitgemäße Versionen einiger jener Freiheitslieder, die zum Soundtrack der Bürgerrechtsbewegung in den Fünfzigern und Sechziger wurden, mit eigenen Stücken von Mavis und Ry. In ihrer Band spielen Kollegen Cooders wie etwa Jim Keltner (Schlagzeug) und Mike Elizando (Dr. Dre’s Stammbassist), dazu kommen spektakuläre Gesänge des südafrikanischen Chors Ladysmith Black Mambazo und Mitgliedern der originalen Freedom Singers. We’ll Never Turn Back reanimiert die Magie der Staples Singers und präsentiert einige der eindringlichsten Bluesgitarren-Parts, die Ry Cooder jemals aufgenommen hat. Musikalisch und textlich wird We'll Never Turn Back viele von uns dazu animieren, unseren eigenen Mut wieder zu finden, die Apathie unserer Gesellschaft zu überwinden und sich gegen das Unrecht der heutigen Zeit zu engagieren.
 
We'll Never Turn Back
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Patti Smith - Twelve
Wie für viel andere Künstler scheint auch für Patti Smith die 12 eine magische Zahl zu sein (zuletzt bei Neil Diamond oder Herbert Grönemyer).  Auf ihrem ersten Cover-Album begegnen uns viele alte Bekannte in typischer Patti-Smith-Manier, so dass man kaum bemerkt dass es sich um  Neueinspielungen handelt. Wenn dies Ihre Lieblings-Songs aus dem großen Fundus der Pop-Geschichte sind, dann muss man ihr einen weitgefächerten Musikgeschmack bescheinigen. Vor allem ist angenehm, dass es nicht die Songs sind die man eh an jeder Ecke hört. Besonders grandios  ist das "Everybody Wants To Rule The World" von Tears For Fears geraten aber auch “withion you without you” von den Beatles hat man so noch nicht gehört. Das ganze ist wohl mehr eine Veranstaltung für Patti Smith-Fans, denen hier wieder alles geboten wird, was das Herz begehrt. Auch für alle anderen ist das Album gut hörbar. Die Stimme muss man allerdings mögen.
 
Twelve
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Nighthawks - 4
Die Nighthawks sind eine Institution in Sachen Electro Jazz. Seit 1998 hat die Band eine neue, wegweisende Defintion des Genres vorgenommen. Der Jazzaward für das Album ‘Metro Bar’ hat Dal Martino (Produzent, Bass) und Reiner Winterschladen (Trompete) Recht gegeben. Die feinsinnige Wanderung zwischen Jazz & Lounge Musik konnte über die Jahre eine wachsende Hörerschaft binden. Und nun steht das vierte Album – schlicht Nighthawks 4 genannt – zur Veröffentlichung an. ‘4’ präsentiert die Nighthawks höchst abenteuerlustig. Sie experimentieren mit Stimmungen, mit Sounds, mit winzigen Zitaten. Es sind die vielen Details, die dieses Album auch bei der 20. Wiederholung noch zur Entdeckung werden lassen. Wieder ist es die hypnotisierende Stimme von De-Phazz- Sängerin Pat Appleton, die im Titel ‘Define The Day’ ganz zart, aber doch bestimmt den Zauber des ganz frühen Morgens einfängt. Zu ‘Pensando em outro mundo’ liefert die brasilianische Sängerin Patricia Cruz vokale Akzente, die der Arbeit bewährter Musiker zusätzlichen Glanz verleihen.
edel
 
Nighthawks 4
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Françoise Hardy – Parenthèses
Kein Walzer des Bedauerns
Françoise Hardy hat einen langen Weg zurückgelegt von der frechen Göre des französischen Schlagers bis zur „Grand Dame de Chanson“. Nach ihrem vielbeachteten Come-Back-Album „Tant de belles choses“ von 2004 hat Sie sich nun mit Parenthèses (was soviel wie Klammern heißt) ein Duett-Album gegönnt mit all den alten Weggefährten von Alain Delon dessen Stimme in deutsche Ohren immer noch wie eine Karikatur auf das erotische Chanson klingt, bis hin zum großen Erneuerer Benjamin Biolay aber auch solchen Größen wie Julio Iglesias oder Henry Salvador. Ein richtig schöne Kuschelplatte für alle Francophilen und solche die es werden wollen.
 
Parentheses
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Bryan Ferry - Dylanesque
Dylan Ferryesque
Brian Ferry war zu Zeiten der „Roxy Musik“ so etwas wie die dekadente Seite des Glam-Rock, bevor er zum eleganten Pop-Crooner mutierte und zur Stil-Ikone wurde. Wie wohl fast jeder jeder, dessen Pop-Karriere im letzen Drittel des 20. Jahrhundert begann ist auch Brian Ferry um Bob Dylan nicht herumgekommen und so ist es auch kein Zufall, dass Brian Ferrys Solokarriere mit einer atemberaubenden Version des großen „A Hard Rains Gonn-A Fall“ begann. Nun hat er sich einen alten Wunsch erfüllt und ein ganzes Album mit Dylan-Songs produziert. Diese Stücke sind  ja oft Rohlinge, die von anderen Interpreten erst zu richtigen Pop-Songs verarbeitet wurden, die Beispiele muss man nicht nennen, jeder kennt sie. In diesem Zusammenhang ist die Auswahl von „All Along The Watchtower“ schon problematisch, den hier war ein anderer eindeutig besser. Ein Fall von „Erweckung“ könnte hingegen „Make You Feel My Love“ sein: Brian Ferry macht daraus eine achtbare Schnulze nicht ohne Tiefgang und den berühmten Ferry-Schmelz. Die meisten Songs sind geradeheraus gespielt und verraten wenig Raffinesse und Ehrgeiz für neue Arrangements und sind somit eigentlich auch nicht sonderlich interessant. Bei „Positively 4th Street” läuft’s dann endlich doch etwas den Rücken herunter aber das tut´s bei Dylans Original auch schon. Schade! Hier wäre sicher mehr möglich gewesen.
 
Dylanesque
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Juju Orchestra - Bossa Nova Is Not a Crime
Die perfekte Mischung aus Dancefloor-Jazz, Latin und Soul-Funk; feat. Terry Callier
Nach diversen Kult-Maxis und Compilation-Beiträgen gibt das Juju Orchestra jetzt 2007 die Veröffentlichung ihres lang erwarteten Debütalbums bekannt. Oliver Belz, Fab DJ Sammy und Ralf Zitzmann, die drei Drahtzieher des 2004 in Braunschweig gegründeten Juju Orchestras, haben es sich auf dem Loungesofa zwischen Dancefloor-Jazz, Latin und Soul-Funk so richtig gemütlich gemacht. Gleich ihre erste Maxi „Kind Of Latin Rhythm/Funky Nassau“ landete 2005 auf Platz 1 der Deutschen Club Charts, auch der zweite Juju-Streich („Take Four/The Hip Shake“) mutierte zum Clubhit...
 
Bossa Nova Is Not a Crime
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Natalie Cole - Leavin'
Back to Soul
Ein richtig gutes Soul Album! War wahrscheinlich nach den Ausflügen in den Swing (Ach, die auch!?) und längeren Pausen auch mal wieder nötig. Das swingt außerdem viel mehr als das 96'er Schmuse-Bigband Album , das fast zeitgleich als Neuauflage erscheint. Nein hier wird gejubelt, gelitten und geklagt was das Zeug hält bis kein Auge trocken bleibt. Dabei sind es gar keine Soul-Klassiker sondern Songs von Fiona Apple, Aretha Franklin, Sting, Kate Bush und Neil Young. Sehr schön sparsam begleitet mit echten 70er Flair, ohne antiquiert zu klingen. Zum Süchtigwerden!
 
Leavin'

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John Mayer - Continuum
"Bei jeder Trilogie", erklärt John Mayer, "ist es der dritte Teil, auf den es ankommt." Nach zwei Studioalben, die insgesamt sechsmal mit US-Platin und zwei Grammys ausgezeichnet wurden, eine durchaus ambitionierte Aufgabe, der sich der Sänger, Songwriter und Gitarrist mit seinem dritten Album
"Continuum" da zu stellen hatte. Herausgekommen ist Mayers beseeltestes und geschlossendstes Werk bislang. In
den vergangenen Jahren hatte Mayer ein unheimliches Tempo vorgelegt. Neben Songwriting, Studioaufnahmen und Tourneen in eigener Sache arbeitete er mit zahlreichen Ikonen und Kollegen, wie z.B. Eric Clapton, B.B. King, Buddy Guy, Herbie Hancock, Kanye West, den Dixie Chicks und Alicia Keys.
SonyBMG 
 
Continuum
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John Legend - Once Again
Das Soul-Album 2006
Wir danken John Legend dafür, dass er uns mit seinem gutgelaunten, umwerfenden Album gezeigt hat, dass es auch nach dem Tod von James Brown  und trotz der vielen schrecklichen gesichtlosen R&B-Produktionen immernoch Leute gibt , die gute Soulmusik machen können.
Once Again
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Peter Frampton - Fingerprints
War das ein Sommer 1976!
Mit  “Jessica” von den Allman Brothers „Show me the way“ von Peter Frampton konnte einem die ganze Zukunft gestohlen bleiben.  
Wenn man so ziemlich zum Anfang eins der wichtigsten Live-Alben aller Zeiten abliefert ist dass für die weitere Karriere sicher nicht sehr hilfreich. Und so war Peter Frampton in den folgenden Jahren nie so ganz weg aber auch nie mehr so ganz oben. C'est la vie, es gibt sicher schlimmeres, als einer der gefragtesten Studiogitarristen zu sein und dass er’s drauf hat zeigt Frampton hier recht eindrucksvoll. Ein Album, auf dem die Gitarre wirklich die erste Geige spielt, inklusive dem einzigartigen Mikrofon-Schlauch, und auf dem Frampton auf wohltuende Weise demonstriert, dass er sich den Spaß an der Musik nicht nehmen lässt. Hörenswert und das nicht nur für Gitrarren-Freaks.

Fingerprints
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The Beatles ­– Love

Weihnachtszeit ist Beatleszeit!

So war’s schon damals, als die Fab Four wahrhaftig und lebendig bei der BBC hinter ihren Verstärkertürmchen standen und aus „Yesterday“ schon mal „Xmas-Day“ wurde. Was aber tun wenn zwei Beatles tot und einer mit Scheidungskriegen und der Neuschreibung der Beatles-Historie beschäftigt ist. Ganz einfach: Man geht wieder mal in den Keller der Abbey Road und mixt und sampelt die alten Aufnahmen was das Zeug hält und lässt dabei einige neue Remixe aus den  alten Songs entstehen. Dabei geht’s manchmal ganz lustig zu, wenn z.B. Ringo zu den Stricherklängen von Good Night sein Octopus's Garden singt oder wenn „Drive My Car“, „The Word“ und „What Your Doing“ aneinandergeklatscht werden wie damals bei den Stars of 45. Manchmal hört man auch interessante Demotapes, die aber auch schon für die Anthology ausgebuddelt worden sind. Nötig war dieses Album nicht, aber es zerstört auch nichts. Wahrscheinlich wird es nach dem Ende der kitschigen Cirque du Soleil Revue noch ein wenig nachklingen und dann dahin verschwinden, wo es hingehört....


Love

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Yusuf - An Other Cup
Der Peace Train ist wieder da!
Mit der Erklärung „Ich wollte nie ein Star sein“ verschwand Cat Stevens 1978 aus den internationalen Hitparaden, um kurze Zeit später als der Nicht-Star Yusuf Islam wieder aufzutauchen der von nun an nur noch des Wort des Propheten predigte. Über das was in dieser Zeit mit ihm geschehen ist kann man derzeit viel lesen, musikalisch kann`s nicht allzu viel gewesen sein, denn er macht genau da weiter, wo er mit "Tea For The Tillerman" und "Teaser And The Firecat" vor 28 Jahren aufgehört hat. Das Bild mit dem aufgewärmten Kaffe von damals beschwört er ja leider mit dem etwas unglücklichen Plattentitel selbst herauf  Ob man das Stagnation oder sich-selbst-treu-bleiben nennen soll, kann sich jeder selbst aussuchen. Etwas unbedarft erschienen diese Songs, die so etwas wie das kulturelle Gegengewicht zum Glam-Rock waren, ja eigentlich schon damals. Velleicht sind es ja gerade die einfachen Wahrheiten, die die wieder einmal zerrissene Welt heute braucht. Yusuf könnte eine wichtige Stimme zwischen den kulturellen Fronten sein.
 
An Other Cup
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Badly Drawn Boy - Born in the UK
 Zwei Jahre mussten die Fans von Damon Gough – besser bekannt als Badly Drawn Boy - auf das Nachfolgealbum von „One Plus One Is One“ warten; jetzt ist es da: Mit „Born In The UK“ gibt der Engländer sein EMI-Debüt. Der eigenwillige Künstler aus Manchester gehört dank stilistischer Vielseitigkeit und gehaltvollen Songs längst zu den besten Songwritern Großbritanniens und genießt international Kultstatus. Die Songs seines neuen Meisterwerks sind von der allerschönsten und charmantesten Sorte und die zarten Arrangements mit Bläsern, Streichern, Flöten, Glöckchen, Akustikgitarren und Klavier einmal mehr traumhaft. „Born In The UK“ wird am 20. Oktober veröffentlicht und ist ein weiterer Meilenstein seiner eindrucksvollen Karriere.
 

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Steve Hackett - Wild Orchids

Auf dem letzten „richtigen“ Genesis-Album
„Wind And Wuthering“, das auch das erste nach Peter Gabriel war und das manchmal unter den aufgetürmten Klangkaskaden und dem Synthesizer-Gewaber unterzugehen drohte, gibt es bei der Einleitung zu „Blood On The Rooftops“ eine klassische Gitarre, die aufhorchen ließ und die deutlich machte, das da jemand mehr will, als „nur“ Genesis-Gitarrist sein. „Mehr davon!“ riefen damals viele und bekamen es auch auf mittlerweile mehr als 20 Soloveröffentlichungen von Steve Hackett. Der Weg geht dabei in großen Schlängellinien zwischen klassischer Musik, Rock und Weltklängen hin und her. So auch bei „Wild Orchids“, wo wieder die Rock-Elemente überwiegen. Hackett nimmt uns mit auf die Reise durch die Höhen grandioser musikalischer Einfälle durch so manche Flachstrecke durch diverse Musikstile nach..., ja wohin eigentlich? So richtig klar wird’s bei dieser Platte leider nicht. Neben der kompakteren letzen Produktion „Metamorpheus“ wirkt das ganze manchmal etwas zusammengewürfelt, zu Teilen, die für sich genommen oft großartig und auch mitreißend sind. 

Wild Orchids

 

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Bob Dylan - Modern Times

Die neuen Zeiten sind manchmal auch die alten
Die Stimme kann’s ja wohl nicht sein, und musikalisch wird hier auch nicht grade das Rad neu erfunden. Und trotzdem..... dieser Dylan-Schauer, der uns nach soviel Jahren immer noch bei seinen besten Songs über den Rücken läuft, der uns fesselt und tröstet. Diese immer noch verletzliche Stimme, die in unsere Seele scheint wie ein Sonnenstrahl durch ein staubiges Dachodenfenster. So singt durch all die knarzenden Akkorde hindurch der Workingman seinen Blues , verletzt und frustriert aber immer noch voller Würde und Schönheit. Bobby wir danken dir dafür! -hg

Modern Times
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Joy Denalane - Born And Raised
The Sound of Philadelphia
Vier Jahre hat es seit der letzten Studioplatte gedauert, in denen  Joy Denalane sowohl familiär als auch künstlerisch gewachsen ist und uns mit dieser Platte  erfreut, die so ganz anders ist als die Vorgängerin „Mamani“. Es muss Ihr gut ergangen sein in dieser Zeit, denn im Gegensatz  zu vielen ihrer Vorbildern  fehlt  der tragische Soul-Ton. Trotzdem sind die Texte kritisch, engagiert und von großer Offenheit. Was aber noch wichtiger ist, hier wird blütenreiner, handgemachter Soul  gespielt, der auf wunderbare Weise zeitlos ist. Um das zu erreichen musste man allerdings bis nach Philadelphia zu Anthony Tidd reisen, der z.B. auch die gänzlich anders klingende Ursula Rucker produziert. Obwohl man die Vorbilder heraushört, behält Denalane immer Ihre eigene Note und man kann Ihr zum Entschluss, nun doch englisch zu singen, nur gratulieren. Das Deutsche klingt bei den R&B- Nummern immer etwas affektiert, nicht nur bei Joy Denalane. Eine der großen deutschen Produktionen dieses Jahres, die das Zeug hat auch international erfolgreich zu sein. -hg
 
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Fatboy Slim - Why Try Harder - Greatest Hits
 "Why Try Harder - The Greatest Hits" ist Fatboy Slims erstes Best-Of-Album, das nicht nur die zahllosen Hits der vergangenen zehn Jahre enthält, sondern auch Normans legendäre Remixe der Singles "Brimful Of Asha" (Cornershop) und "I See You Baby" (Groove Armada). Darüber hinaus enthält die achtzehn Tracks umfassende Werks-Retrospektive mit "Champion Sound" und "That Pair Of Old Jeans" zwei brandneue FBS-Produktionen.
 
 
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Nouvelle Vague - Bande a'Part

Nouvelle Vague ist das neue Projekt der beiden Franzosen Marc Collin (a.k.a. Avril auf F-Comm und Volga Select auf Output) und Olivier Libaux (French-Pop-Produzent und Soloartist auf Naïve). Die beiden haben sich an Spät-70’/Früh-80’er Post-Punk- und New-Wave-Klassiker rangemacht und interpretieren sie im Bossa-Nova/Jazz-Café-Stil (siehe auch Doctor Rockit, Senor Coconut). Sie arbeiteten mit jungen Sängerinnen (sechs Französinnen, eine Brasilianerin und eine New Yorkerin), die die Originaltracks nie gehört hatten. Entstanden ist ein Album, gleichsam beeindruckend wie wunderschön, wie eine Melange aus Astrud Gilberto und Juliet Greco in dark. Das Tracklisting reicht von traurig-melancholischen Balladen (Tuxedomoon, The Cure, The Clash) über midtempo-Songs (Joy Division, Public Image, Sisters Of Mercy) bis zu uptempo-Nummern voller Swing und Pep (Depeche Mode, Dead Kennedy’s, Undertones). Das etwas andere Pop-Album mit Anspruch, Chic und Stil!

rough trade

Bande a'Part (Ltd. Edition)

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Dixie Chicks - Taking the Long Way

Keine blonden Küken
Wenn man die Bilder von den Covern der beiden letzten Alben vergleicht, bekommt man einen Eindruck von dem was es heißt, wenn man aus der Mitte der amerikanischen Gesellschaft aus versucht einen eigenen Standpunkt gegen den allgemeinen Konsens einzunehmen. Der Konservatismus der amerikanischen Country-Szene ist keineswegs mit unkritischem Patriotismus zu verwechseln, wie wir schon seit Johnny Cash Engagement gegen den Vietnam-Krieg wissen. Heute ist man damit in den USA durchaus mehrheitsfähig aber vor drei Jahren, als ihr letztes Album erschien, dass das erfolgreichste Country-Album aller Zeiten wurde, setzte eine Hysterie ein, die es in den USA seit John Lennons unseligen (aber trotzdem waren) Bemerkung über die Beatles und den lieben Gott nicht gegeben hat. Musikalisch zu mindesten haben die Chicks die Aufregung der letzten Jahre scheinbar gut überstanden, denn sie sind mit einem wunderbaren Album wieder zurück, das vom Sound-Zauberer Rick Rubin in gewohnter Qualität produziert wurde und alles enthält, was man sich von zeitgenössischer Countrymusic wünschen kann. Küken sind sie eigentlich keine mehr und etwas rockiger sind sie auch geworden, aber es steht ihnen. -hg

Taking the Long Way
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Scritti Politti - White Bread, Black Beer

Green Gartside nennt sich der Mann, der hinter SCRITTI POLITTI steht, und er meldet sich nach vielen Unterbrechungen (mal wieder) zurück - nach 7 Jahren endlich ein neues Album; nach 24 Jahren wieder bei Rough Trade; nach 26 Jahren wieder auf der Bühne! SCRITTI POLITTI ist mittlerweile das Vehikel für den Waliser Singer- Songwriter Gartside, dessen spannende Geschichte im Underground der Spätsiebziger beginnt; der ein paar Jahre in der Camdener Haus- besetzerszene verbrachte; ein Anhänger von Dekonstruktionalist Jacques Derrida, der es in den Pop Olymp schafftte und ein Liebling von MTV wurde; der wegen einer Panikattacke ewig nicht auf der Bühne war und sich erst jetzt, mit fast 50, wieder traut. White Bread Black Beer ist ein wundersames und traumschönes Pop- album, das Harmonien à la Beatles oder Beach Boys mit leichtem Soul, mit Spuren aus HipHop und vor allem mit Folk mischt. Dazu unerwartete Breaks, Acapella Gesang, ungewöhnliche Lyrics und exquisite Sounds. Highly sophisticated!
Rough Trade

White Bread, Black Beer
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India.Arie - Acoustic Soul

Seele nicht nur akustisch
Wenn man von solchen Mätzchen wie dem Punkt im Namen mal absieht kann man vor soviel Demut und Selbstbeschränkung auf einem Debüt-Album nur verstummen. Es scheint kein Ton zu viel auf diese Platte gekommen zu sein und diese Stimme hat es ja auch nicht nötig sich von gefälligen Arrangements umspielen zu lassen. Was im ersten Augenblick wie noch ein R & B – Produktion klingt erweist sich sehr schnell als eine tiefe Verneigung vor den Altmeistern der Soulmusik, die rein stilistisch doch ganz schön weit weg sind. Auf dem Cover werden ja schon Fährten zu Erykah Badu gelegt. Aber darum geht’s ja vielleicht gar nicht, sondern doch eher um die Seele im eigentlichen Sinne und von der gibt’s hier mehr als genug. -hg

 

Acoustic Soul
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Canned Heat - Instrumentals 1967-1996
Die altehrwürdige Bluesrock-Institution Canned Heat öffnet ihre Schatztruhe und zaubert daraus eine Sammlung aller Instrumentalstücke hervor, die zwischen 1967 und 1996 entstanden sind.
Instrumentals 1967-1996
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Scott Walker - The Drift
Seine Musik mag polarisieren, ganz sicher jedoch lässt sie niemanden kalt. Seit seinen ersten Hits mit einer der ersten Boybands der Welt, den Walker Brothers, hat der mittlerweile 62-jährige mehrere musikalische Quantensprünge erlebt. Das reichte von den hochgelobten Jaques-Brel-Interpretationen bis hin zu „Climate Of The Hunter“, von schwülstigen Schmachtfetzen hin zu düsteren, beeindruckenden, aber gelegentlich auch befremdlichen Soundmonumenten. Sein letztes Werk „Tilt“ spaltete ganz sicher seine Hörerschaft; aber all jene, die ihn seither als Genie verehren, werden auch das neue Album lieben. Es ist ein düsteres, gothisches, ein unerhörtes Meisterwerk, voller berückender Poesie und hinreissender Instrumentierung. Die umfangreichen Aufnahmesessions, bei denen schon mal Schweinehälften zu Percussionsinstrumenten wurden oder eine Holzkiste gezimmert wurde, um einen speziellen Ton zu erzeugen, wurden übrigens von Kameras begleitet. Der daraus entstehende Film, der im Herbst 2006 in die Kinos kommen wird, wird u.a. von David Bowie produziert, auch er ein langjähriger Verehrer von Scott Walkers Kunst.
 
The Drift

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Corinne Bailey Rae - Corinne Bailey Rae

Corinne hat nicht nur eine außergewöhnliche Stimme, die sie als wunderschönes und anrührendes Instrument einsetzt, auch die Qualität ihres Songwriting und die Eloquenz ihrer Texte beweisen, dass Corinne ein bemerkenswertes Talent ist, das noch ganz am Anfang einer langen und interessanten Musikerlaufbahn steht.
CAPITOLMUSIC

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Candi Staton - His Hands

Soul mit Seele

Manchmal scheint der Weg in die Arme der Kirche die einzige Chance zu sein, das lebensgefährlichen Irrenhaus den Rock’n Roll  hinter sich zu lassen. Auch Candy Stanton hat  nach ihrem frühen Ruhm als Discoqueen lange auf sich warten lassen und es bedurfte einer  grandiosen Wiederentdeckung im Jahr 2004, diese Stimme, die es verdient hat neben Aretha Franklin als ein der ganz Großen des Blues genannt zu werden aus der Versenkung herauszuholen, in die sie wahrlich nicht gehört. Dieses späte Album mit neuen Songs von Will Oldham , Charlie Rich  und auch von ihr selbst klingt wie aus den große Zeiten des Soul ohne jedoch altmodisch zu sein. Da werden ganz große Töne angeschlagen, dass einem fast die Luft wegbleibt. Diese Stimme trägt  den ganzen Schmerz und die ganze Schönheit des Soul in sich, wie es heute vielleicht nur noch Van Morrison in seinen besten Momenten kann. -hg

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Mark Knopfler feat. Emmylou Harris - All the Roadrunning

Sister in Arms

Seit der Jahrhundertplatte „Brothers in Arms“, die der Höhe- und auch zugleich Endpunkt der Dire Straits war und jetzt zum 20. Geburtstag noch mal so richtig soundtechnisch aufgemotzt wurde, produziert Mark Knopfler eigentlich immer die gleiche Platte. Es gibt auf jeder Platte Songs mit Analogien zu Songs auf anderen Platten. Das war dann bei "Sailing to Philadelphia" sogar mal fast Grammy-verdächtig, aber nichts wirklich Neues mehr, trotz der Verstärkung von solcher Giganten wie Van Morrison oder Sting.  Diesmal ist es also Emmylou Harris, deren schönste Produktionen ja ohnehin Duette waren, und die auch hier eher die zweite Geige spielt. Es sind entspannte Songs, entstanden neben beider Studio- und Tournee-Routine, denen man die gute Laune anhört, die beide ganz offensichtlich bei den Aufnahmen hatten. 

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