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Nicola Conte - Rituals
Keine Rituale
Dass dies das Album eines Gitarristen ist, muss man wissen, denn man hört den Meister in gewohnter Bescheidenheit nur im Hintergrund.  Was hier zusammenkommt ist so was wie ein Klassentreffen der jüngeren Jazzgeneration wobei am eindrucksvollsten der Sänger José James aus New York und die derzeit bekanntese italienische Jazz-Vokalistin Chiara Civello  sind. Aber u.A. auch Fabrizio Bosso, Greg Osby, Till Brönner und Philipp Weiss sind mit von der Party. Lalo Schifrin geistert durch die meisten der  Aufnahmen denen man die Remixer-Vergangenheit seines Produzenten, Texters und Komponisten anhört obwohl alle Stücke handgemacht sind. Ein, bei aller Leichtigkeit beeindruckendes Album.
 
Rituals


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Nicola Conte
Emarcy Rec (Universal) 2008-10-17 Audio CD






 
 
1. Karma Flower   Reinhören
2. The Nubian Queens   Reinhören
3. Like Leaves In The Wind   Reinhören
4. Love In   Reinhören
5. Awakening   Reinhören
6. Paper Clouds   Reinhören
7. I See All Shades Of You   Reinhören
8. Macedonia   Reinhören
9. Song Of The Seasons   Reinhören
10. Red Sun   Reinhören
11. Black Is The Graceful Veil   Reinhören
12. Caravan   Reinhören
13. Rituals   Reinhören
 
INFO:
Nicola Conte kann man das Paradebeispiel eines "modernen Musikers" nennen. Er verbindet
die Erfahrungen eines DJs mit der Ästhetik der elektronischen Musik, und ist damit im
Musikbusiness sowas wie das Gegenstück des Regie-führenden Schauspielers beim Film.
Das Multitalent (er spielt auf diesem Album z.b. auch Gitarre) aus Bari arbeitete bei seinem
aktuellen Album "Rituals" wieder mit demselben Grundstock an Musikern zusammen, die ihm
auch bei seinen Live-Auftritten zur Seite stehen. Pietro Lussu, Pietro Ciancaglini, Fabrizio
Bosso, Lorenzo Tucci und Daniele Scannapieco sorgten für den "Basic-Sound" auf diesem
Album.
Zusätzlich kamen diesmal Greg Osby und Michael Pinto mit an Bord, die Elemente des
afrikanischen Jazz einbrachten. Greg ist ein Alto-Saxophonist und Guru der New Yorker
Jazz-Szene sowie seit circa 20 Jahren im "Roaster" von Blue Note. Michael hingegen, der
Vibraphone spielt, wurde in New Jersey geboren, besuchte die Berklee Music School und ist
sowas wie ein neuer Stern am Jazzhimmel. Desweiteren wurden Timo Lassy und Teppo
Maikinen als Saxophonist bzw. Drummer hinzugezogen, die in Italien auf Grund ihrer
Mitwirkung am Five Corners Quintet - Album einen besonderen Ruf geniessen. Die
weiblichen Vocals stammen von Chiara Civello und Alice Ricciardi sowie Kim Sanders und
verleihen dem Album eine besondere Note. Kim Sanders ist eine Berliner Soulsängerin,
Chiara wurde in Rom geboren und gab ihr Debut auf Verve Records, welches teilweise von
Burt Bacharach produziert wurde und Alice ist das neue italienische Signing von Blue Note.
Was besonders hervorzuheben ist, ist daß es zum ersten Mal männliche Vocals auf einem
Nicola Conte-Album gibt. Diese gehören Jose James, einem New Yorker Sänger der von
Gilles Peterson entdeckt wurde sowie Philippe Weiss, der bereits auf dem Duke Ellington
Track "Caravan" glänzte. "Rituals" signaliert auch eine kleine Wende in Contes
künstlerischer Karriere, da diesmal auch die Texte im Vordergrund stehen, die Nicola
gleichzeitig mit besonderer Sorgfalt und Leidenschaft schrieb. Inspirieren ließ er sich hierbei
von den Autoren Dylan Thomas und Langstone Hughes.Besonders auffällig ist dies bei den
Songs "Like Heavens In The Wind", "I See All Shades Of You" und "The Nubian Queen".
Alles in allem ein Album, daß durch sein künstlerisches Konzept besticht und uns auf weitere
Werke dieses italienischen Ausnahmetalents hoffen lässt.
monkey.music
 
 

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ende frde
 
     
 


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