Russische Songs im Gewand des Euro-Jazz Die Tatsache, dass Viktoria Tolstoy, die eigentlich Viktoria Kjellberg heißt, berühmte russische vorfahren hat sei auch hier nicht verschwiegen, wenn dies auch das einzige zu sein schein, dass viele über sie wissen, natürlich neben der Tatsache, dass Sie zu den großen Talenten des schwedischen Jazz zählt. So ist es nur logisch, die Herkunft der mütterlichen Familie als Aufhänger zu nutzen und sich dem russischen Liedgut zuzuwenden. Dabei geht es von Volksliedern über Rachmaninow Tschaikowski bis zu Vladimir Vysotsky der je nach dem als der russische Jaques Brel oder als russischer Bob Dylan gilt, in Wirklichkeit aber einer der großen Songwriter des 20. Jahrhunderts war. So richtig russisch klingen die Songs nicht, schon eher nach feinem nordischen Nils-Landgren-Jazz der, wie bei den vorigen Alben, auch hier wieder als Produzent tätig war. Also Phrasierung und Gesang eher softig-funkig und sehr amerikanisch, so dass alle, die sich auf die tiefe russische Seele gefreut haben eher enttäuscht sein werden.