Swinging Monteverdi Das Bild mit der Tänzerin in schöner Bewegungsunschärfe auf dem Cover stimmt uns bereits ein in ein Experiment, das hier auf sehr schöne Weise gelungen ist. Die Musik von Monteverdi ist, sozusagen auf der Schwelle von der Rennseance zum Barock in den letzten Jahren durch einige verdienstvolle Einspielungen zu den den ihr zustehenden Ehren gekommen. Einen neuen Ansatz findet die Harfenistin und Lautenistin Christina Pluhar und ihr Ensemble "L'Arpeggiata" auf dieser bemerkenswerten Aufnahme der "ohimè c'io cado" aus den "scherzi musicali" von Monteverdi. Sie legt Ihr Augenmerk auf Lebendigkeit und Improvisation. Da geht es mit Walking Bass und heutigem Schlagzeug zur Sache, so dass man Monteverdi für einen der Vater des Jazz hält. Überhaupt wirken diese Aufnahme trotz Falsett-Gesang der katalanischen Sopranistin Núria Rial überraschend heutig und machen großen Spaß beim Zuhören.
Teatro d'Amore Christina Pluhar und Philippe Jaroussky Virgin Cla (EMI) 2009-01-23 Audio CD
1. Toccata 2. Ohimè ch'io cado 3. Pur ti miro 4. Damigella tutta bella 5. Amor (Lamento della Ninfa, Rappresentativo) 6. Si dolce è'l tormento 7. Sinfonie - Moresca 8. Interrotte speranze 9. Chiome d'oro 10. Oblivion soave 11. Hor ch'el ciel e la terra (Prima Parte) 12. Tempro la cetra 13. Ballo 14. Con che soavità (Concertato a una voce e 9 istrumenti) 15. Vago augelletto 16. Zefiro torna (Ciaccona)