The London Recodings Man hätte ja auch ins Studio gehen können und altersweise und schicksalumflort die alten Songs im spärlich arrangiertem Gewande als Lebewohl an die Welt ins Mikrophan raunen können. Hätte man, aber so hoch sollte die ganze Sache gar nicht aufgehägt werden. Der Mann hat sich, zur heutigen Zeit passend, einfach an der Börse verzockt und da man mit Tonträgern heute kein Geld mehr verdienen kann, wurde es halt eine Tounee, die für alle, die das Glück hatten dabei sein zu dürfen, zur Sternstunde wurde. Alle Songs, besonders die so grottig produzierten aus den 80ern wurden hier in ihrer ganzen schöheit vor der andächtig lauschenden Gemeinde ausgebreitet. Man kann Leonhard Cohen ja als einen früh gereiften bzeichnen, der mit Ende 20 schon etwas altersweise klang, was damals manchmaletwas aufgesetzt wirkte. Die Zeit haben dieses Liedern gut getan und es bedarf keiner interpretatorischen Mäzchen, um diese schönheit zu zeigen. Natürch fehlt Jennifer Warnes und manchmal sind die Damen im Background etwas laut - That's Life!